Sonderbudget

Wohnumfeld verbessern, Selbsthilfe stärken

Person hält Brett, andere Person schwingt den Hammer.
Zaunbau für den Garten im Hof der Helsingforser Str./Marchlewskistr., 2017

Für das Jahr 2017 stellte die Bewohnergenossenschaft 20.000 Euro als Sonderbudget zur Verfügung. Mit dem Geld sollte nachbarschaftliche Selbsthilfe zu gestärkt werden, und es sollten die Möglichkeiten für Mitglieder zu verbessert werden, selbst aktiv zu werden und sich am genossenschaftlichen Leben zu beteiligen.

Einzelmitglieder und Hausgemeinschaften konnten im Frühjahr 2017 Vorhaben vorschlagen, die mithilfe des Sonderbudgets umgesetzt werden sollen. 15 Vorschläge gingen ein. Eine Mitgliederjury hat im Mai und Juni auf zwei Sitzungen alle eingereichten Vorschläge ausführlich diskutiert und geprüft und schließlich über die Vergabe der Mittel entschieden.

Jury

Die Sonderbudget-Jury ist aus der Arbeitsgruppe Mitgliederbeteiligung hervorgegangen. Die Jury besteht aus sieben Mitgliedern der Bewohnergenossenschaft, die in fünf verschiedenen Häusern der Genossenschaft wohnen: Marie Godemann, Florian Guhl, Gudrun Jänichen, Rico Neuber, Dr. Regina Rosenhauer, Gislinde Schwarz, Gunter Weiß. Bei Entscheidungen über Vorhaben, die das Objekt betreffen, in dem ein Jurymitglied wohnt, ist dieses Jurymitglied nicht stimmberechtigt. Als Mitarbeiter der Geschäftsstelle unterstützt Paul Gronert die Sonderbudget-Jury organisatorisch, er hat in der Jury kein Stimmrecht. Der Vorstand ist an der Jury bzw. an den Entscheidungen über das Sonderbudget nicht beteiligt. 

Kriterien und Vorhaben

Wichtige Kriterien bei der Beurteilung der vorgeschlagenen Sonderbudgetvorhaben waren u.a. Unterstützung in der Mitgliedschaft, Gemeinschaftdienlichkeit bzw. Gemeinwohlorientierung, Selbsthilfecharakter, die langfristige Beteiligung der Mitglieder sowie die technische und zeitliche Umsetzbarkeit.

Schließlich genehmigte die Sonderbudget-Jury für das Jahr 2017 die folgenden sechs Vorhaben:

  • Einbau von Fahrradbügeln (Aufbau durch die Bewohner) – Wühlischstraße 42
  • Gemeinsames Feuer (Feuerschale, Grill, Sitzgarnitur) – Koppenstraße 26
  • Tischtennisplatte – Marchlewskistraße 81-87
  • Gemeinschaftsgarten – Helsingforser Straße 23-39/Marchlewskistraße 92-108
  • Sand im Sandkasten auffüllen, Mülleimer installieren (Spielplatz) – Helsingforser Straße 23-39/Marchlewskistraße 92-108
  • Ein Hof für Alle! …und ein Spielgerät für alle Kleinen – Rigaer Straße 91-92a/Zellestraße 15

Bis zum Frühjahr 2018 sind alle Vorhaben durch die Bewohnerinnen und Bewohner begonnen oder vollständig umgesetzt worden. Die Genossenschaft gewährte den Initiatoren der genehmigten Vorhaben Materialkostenzuschüsse.

Aufsichtsrat und Vorstand der Bewohnergenossenschaft danken allen, die sich ehrenamtlich engagieren und die Vorhaben für das Sonderbudget vorgeschlagen haben.